Magdeburg, den 11. August 2006
FDP: Durch BetandWin-Verbot wird nicht die Spielsucht, sondern der Sport bekämpft!
Mit heftiger Kritik reagierten der Vorsitzende der FDP-Fraktion, Prof. Dr. Karl-Heinz Paqué, und der Innenpolitische Sprecher, Guido Kosmehl, auf den Entzug der Lizenz für den privaten Sportwettenanbieter BetandWin durch den Freistaat Sachsen. Damit ist weder dem Sport gedient, noch werde so Spielsucht bekämpft. Die Landesregierung forderten sie auf, diese rückwärts gewandte Politik nicht mitzumachen. Stattdessen sollten alle beteiligten staatlichen wie privaten Wettanbieter an einen Tisch geholt werden, um eine zukunftsfähige Lösung herbeizuführen.
„Es ist ein Irrtum, zu glauben, dass ein staatliches Wettmonopol Spielsucht erfolgreicher unterbinden kann als private Wettanbieter, die diesbezüglich denselben klaren Reglementierungen unterliegen. Im Grunde ist dieser Vorgang nur ein fadenscheiniger Vorwand, um sich auch künftig als staatlicher Monopolist die Wetteinnahmen zu sichern. Damit erweist man der Finanzierung des Sports allerdings einen rechten Bärendienst. Denn durch das private Wettgeschäft lässt sich sowohl ein zusätzlicher Sponsorenmarkt für den Sport erschließen als auch zusätzliche Steuereinnahmen“, erklären die FDP-Politiker.
Paqué und Kosmehl betonten, dass klare Voraussetzungen für eine gesetzlich geregelte Zulassung privater und staatlicher Sportwetten-Anbieter geschaffen werden müssten. Auch zukünftig muss dann sichergestellt werden, dass die Einnahmen weiterhin dem Gemeinwohl und insbesondere der Förderung des Sports zugute kommen. Weiterhin wiesen die liberalen Politiker darauf hin, dass es auch in Werbefragen gleiche Rahmenbedingungen für private und staatliche Wettanbieter geben müsse.
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